Richtig ausbilden

Wann beginnt eigentlich Training, Ausbildung und Erziehung? – Im ersten Augenblick!

Sie sollten ganz schnell, am besten noch vor dem Abholen wissen, was Ihr Hund soll und auch was er nicht soll, und vor allem wie Sie es ihm erklären wollen.

Stellen Sie sich vor, Sie fahren in ein fremdes Land und verhalten sich ohne es zu wissen nicht der Landessitte entsprechend. Keiner sagt Ihnen etwas oder weist sie darauf hin und nach Tagen, Wochen oder gar Monaten wird Ihnen auf einmal gedroht für eine Verhaltensweise, die Sie schon so handhaben, seit Sie dort sind.
Wie verständlich ist es für Sie, dass dieses Verhalten, was schon Gewohnheit geworden ist nun plötzlich verboten sein soll?
Wie lange glauben Sie, brauchen Sie um dieses Verhalten wieder abzulegen?

Nun stellen Sie sich vor, dass Sie bei Ihrem ersten unbewussten Fehlverhalten sofort von mehreren Menschen sehr deutlich und vielleicht lautstark oder sogar durch Körperkontakt darauf hingewiesen werden, dass Ihr Verhalten vollkommen unerwünscht, falsch oder sogar strafbar ist.
Was glauben Sie nun, wie oft Sie das falsche Verhalten noch zeigen werden?

In dem Moment, in dem Ihr neues Familienmitglied Ihr Haus betritt, gelten die Regeln, die SIE aufgestellt haben.
Allerdings kann Ihr vierbeiniger Freund diese nur durchschauen, wenn Sie ihm diese Regeln ohne Ausnahme konsequent erklären und sich selber an die Regeln halten. Ihr Hund kann auch unterscheiden, ob ein Verhalten bei allen Familienmitgliedern unerwünscht ist oder nur bei einer Person. Wenn er mit in Ihrer Familie lebt, wird er die Rudelstruktur seiner zweibeinigen Rudelmitglieder beobachten und sich versuchen zu integrieren.

Faustregel: Was Sie sich im ersten Jahr erarbeiten, können Sie 10-12 Jahre genießen. Was Sie im ersten Jahr versäumen, müssen Sie 10-12 Jahre nacharbeiten!

Sie sehen also es lohnt sich, sich am Anfang Gedanken zu machen und etwas Zeit und Geduld zu investieren!