Jens Wicher

Jens Wicher, Jahrgang 1968, Feinmechaniker / Meister und Maschinenbautechniker

Im Alter von 14 Jahren bin ich “auf den Hund gekommen” und durch meinen Onkel, der Deutsche Schäferhunde als Hütehunde einsetzte, zum DSH und zum Hundesport.

Heute …

HUNDE
Meine erste Hündin Ella war mäßig geeignet für den Sport und hatte mittlere HD. So kam es, dass ich frühzeitig beschloss, dass mir der Hund als Freund wichtiger war, als der Sport. Statt dessen half ich dann einfach anderen im Verein bei Unterordnung und als Schutzdiensthelfer.

Mein zweiter Hund Goofy, ein DSH ohne Papiere, sollte mir eigentlich nur etwas Übung geben und dann an die Polizei verkauft werden. Allerdings waren wir ein so gutes Team, dass ich es nicht fertig brachte, ihn zu verkaufen.

ZWEIFEL
Je tiefer ich in die Materie Hundetraining eintauchte, umso mehr machte es mir zunehmend Probleme, mich mit den damals aktuellen Ausbildungsmethoden anzufreunden. Aussagen wie: “…das haben wir schon immer so gemacht” oder “…das denken überlass mal anderen” usw., waren nicht mein Ding. Zwar überzeugte mich Clickertraining auch damals schon nicht als alleinige Methode, aber sinnloser Zwang nach Trieb-Zwang-Trieb schon gar nicht.

WENDEPUNKT
Dann lernte ich Bart Bellon kennen.
Goofy war zwar schon alt und eigentlich in Rente – dennoch hielt mich nach dem Seminar nichts mehr. Ich hatte das erste mal jemanden gefunden, der einen Systematischen Aufbau erklären konnte. Ich war wie paralysiert und konnte es nicht erwarten, das neu Gelernte auszuprobieren.

Zuhause angekommen, suchte ich schon das nächste Seminar heraus, um meine vielen Fragen zu klären und um sicher zu sein, alles verstanden zu haben.

Endlich, nach einigen Seminaren wurde Bart auf meinen Goofy aufmerksam. So kamen wir ins Gespräch. Bart hatte die Idee, sein System durch Multiplikatoren breiter zugänglich zu machen und notierte meine Kontaktdaten.
Beim ersten Treffen waren 15 potentielle Trainer dabei – unter anderem – Jogi Zank und ich. Wir zwei sind dann prompt als einzige übrig geblieben.

So starteten wir damit, zu lernen. Es wurden möglichst viele Seminare besucht. Wir wurden rhetorisch geschult und machten einen Sachkundenachweis für Ferntrainer bei einem Amtsveterinär. Aber vor allen Dingen übten und übten und übten wir.

In dieser Zeit kam dann Abu zu mir und wuchs mehr oder weniger auf Seminaren auf. Er wurde genau so trainiert, wie wir es in den Seminaren zeigten und erklärten.
Nach einiger Zeit kamen die ersten Anfrage für eigene Seminar und so begann ich, in ganz Deutschland unterwegs zu sein und Seminare zu geben.

Natürlich schaute ich mir auch an, wie andere trainierten, sah mir Videos und Internet Filme an. Was mich immer störte war, dass nicht genug Details erklärt wurden und meist mehrere Hunde für eine Übung gezeigt wurden oder nur der Anfang und das Ende des Trainings. Auch stellte ich fest, dass nicht jeder ein Seminar- Mensch ist oder das Geld für ein Seminarwochenende hatte.

So entstand die Idee, Filme zu machen, die mehr von der Ausbildung zeigten und diese ins Internet zu stellen. Vor allem auch all die “Hochs und Tiefs”, denn auch die gehören zur Ausbildung.
Nachdem wir schon recht viel Videos gesammelt hatten, stellten wir fest, dass es noch zu große Abstände im Zeigen der Ausbildungsschritte in diesen Video gab und daß der Zeitaufwand dafür schon ziemlich groß ist.
Nun haben wir endlich die Möglichkeiten, eine solche Video-Serie zu erstellen, die Schritt für Schritt die Ausbildung zeigt.

Nachdem wir die ersten Freunde zu unserer Idee befragt haben, stellten wir fest, dass großes Interesse dafür vorhanden war. Das ermutigte uns zum Weitermachen. Und es war die Idee geboren, auch die Arbeit mit einem Jagdhund dazu zu nehmen.

Dann stellte sich die Frage, wie präsentieren wir so ein Riesen-Projekt zuverlässig und ansprechend?!
Wir wurden auf die Medienagentur Treem-Medien aufmerksam gemacht. Auch die war sofort begeistert von diesem Projekt und unterstützen uns von nun an mit einem kaum zu glaubenden Engagement, mit Fachwissen und Kreativität.